|    So finden Sie uns in Facebook:   

Der Trend hält an: Zahl der Mitglieder steigt weiter

15 Neuzugänge im vergangenen Jahr – Vorsitzender Hans Helmberger blickt in Jahreshauptversammlung zurück 

Die Zahl der Mitglieder des Historischen Vereins für den Chiemgau zu Traunstein steigt weiter. In der Jahreshauptversammlung in der Zieglerwirtsstube im Heimathaus bezeichnete Vorsitzender Hans Helmberger 2017 als ein „wieder gutes Jahr“. Seinen Angaben zufolge ergaben sich jedoch mit 15 Neuzugängen nicht mehr so viele wie jeweils in den Jahren zuvor. Aktuell hat der Historische Verein nun 374 Mitglieder.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Jahres 2017 sei, so Helmberger in seinem Rückblick, der Thesenanschlag von Martin Luther vor 500 Jahren gestanden. Der Verein habe das Reformationsjubiläum mit zwei Vorträgen wie auch mit einer Fahrt zur bayerischen Landesausstellung gefeiert.

Die Veranstaltungen in der Zieglerwirtsstube seien stets „gut bis sehr gut“ besucht, blickte Helmberger auf das Vereinsprogramm in Traunstein. Wer einen der Vorträge besuchen wolle, müsse sich nun aber im Vorfeld anmelden – nicht dass zu viele Zuhörer kommen. Denn das Ordnungsamt der Stadt Traunstein habe die Zahl, die die historische Zieglerwirtsstube betreten dürfen, auf 60 begrenzt. Die neue Vorgehensweise, die Mitglieder zu Anmeldungen aufzurufen, sei aber noch nicht ganz ausgereift, der Anrufbeantworter im Heimathaus funktioniere noch nicht so wie gewünscht – was aber verbessert werde. Zu vermeiden sei jedenfalls, dass Besucher, wie etwa im Fall des Vortrages über die Bombardierung Traunsteins, an der Tür abgewiesen werden müssen.

Die Kommunikation im Verein funktioniert laut Helmberger „immer besser“. Immer mehr Mitglieder teilen ihre E-Mail-Adressen mit – womit der Informationsaustausch dann auf diesem Weg erfolgen könne. Wer noch keine Angaben gemacht hat, kann sich an Helmberger, Telefon 08 61/52 87, wenden.

Der Historische Verein verleiht den Max-Fürst-Preis in diesem Jahr an Franz Huber aus Kirchanschöring (wir berichteten). In diesem Zusammenhang teilte Helmberger mit, dass Dr. Alfred Kotter als Organisator der Verleihung des Max-Fürst-Preises aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehe. Helmberger lobte Kotter für dessen jahrelanges Engagement.

Helmberger begrüßte die Bestrebungen im Landkreis Traunstein, die Zusammenarbeit der Heimat- und Geschichtsvereine zu vertiefen. Der Historische Verein für den Chiemgau zu Traunstein stehe – neben den engen Kontakten, die er zum Förderverein Alt-Traunstein pflegt – bereits mit einigen Vereinigungen „in guten Verbindungen“.

Diskrepanzen in Beirat von Stiftung: 
Kein Hehl machte Helmberger aus „sachlichen Diskrepanzen“ im Beirat der Stiftung Heimathaus. Er kritisierte, dass ihn ein Mitglied „unter der Gürtellinie angegriffen“ habe. Dieses Vorgehen „kann ich nicht hinnehmen“. Schließlich erwartet Helmberger, wie er weiter ausführte, dass alle in diesem Gremium um der Sache willen an einem Strang ziehen. Und die Herausforderung sei eine große: „Wenn es um die Erweiterung des Heimathauses geht, dann ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit unabdingbar.“

Schatzmeisterin Silvia Fröhler teilte mit, dass der Kassenbestand derzeit 18 574 Euro betrage. Damit sei der Verein in der Lage, die Erweiterung des Heimatmuseums wie angekündigt zu unterstützen. Im Raum stehen 10 000 Euro, die der Verein aus der eigenen Kasse zuschießen will (siehe Bericht oben).

Archivverwalter Werner Hellmuth führte unter anderem aus, dass nach wie vor ein „altes Problem“ gegeben sei: In der Bibliothek sei wenig Platz – und die Enge werde jedes Jahr ein bisschen größer. So habe die Präsenzbibliothek 2017 insgesamt 68 Bände aufgenommen. Der Gesamtbestand sei damit auf über 2700 Bücher angewachsen.

Weiter sagte Hellmuth, dass das Straßenbücherprojekt nach acht Jahren nun fast abgeschlossen sei. Seit 2009 dokumentieren Helmut Kölbl und er, Werner Hellmuth, die Straßen im Stadtgebiet. Die Bücher, die sie erstellen, sind als Unikate im Heimatmuseum einsehbar. Allein eine Zahl macht den Umfang der Recherchen deutlich: Nach Angaben von Hellmuth haben die beiden in den vergangenen Jahren rund 60 000 Fotos bearbeitet.

Dr. Jürgen Eminger, der Leiter des Heimathauses, erläuterte unter anderem, dass die Gewährung eines freien Eintritts in das Museum Wirkung zeige – die Zahl der Besucher habe sich seitdem verdoppelt. 

Gernot Pültz
(Chiemgau Zeitung)

Zum Seitenanfang