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Die Herreninsel: Mehr als König Ludwig und sein Schloss 

Exkursion des Historischen Vereins Traunstein zu einem bedeutenden Ort bayerischer und deutscher Geschichte 

Herr Buchberger erklärt uns die alte Klosteranlage von Herrenchiemsee.

Die erste Exkursion des Historischen Vereins für den Chiemgau zu Traunstein e. V. in diesem Jahr führte am Samstag, den 5. Mai, zum Alten Schloss nach Herrenchiemsee, wo wir uns zum einen über den Verfassungskonvent vor genau 70 Jahren informierten und zum anderen im Stiftsmuseum Interessantes über die Geschichte des Klosters erfuhren, das einst das älteste Kloster Bayerns und über viele Jahrhunderte Kulturträger war. Studiendirektor a. D. Hans Buchberger führte die 32 Teilnehmer mit großer Sachkenntnis und didaktisch geschickt durch diese beiden Abteilungen des Museums und erläuterte uns auch die Hintergründe zahlreicher Höhe- und Tiefpunkte  in der Geschichte dieses Augustinerchorherrenstifts sowie des Bistums Chiemsee, also eines Suffraganbistums, das dem Erzbistum Salzburg unterstand. Dabei entstand eine politisch heikle Lage mit den Herzögen und Kurfürsten Bayerns, in deren Gebiet ja Herrenchiemsee und Teile des Bistums Chiemsee lagen. 

Einen brutalen Einschnitt brachte die Säkularisation des Jahres 1803, als das Kloster und das Bistum Chiemsee aufgelöst wurden. Mit dieser Maßnahme als Folge der militärischen Stärke Napoleons und des «Reichsdeputationshauptschlusses» wurde zwar der Weg zu einem modernen Bayern geebnet, allerdings wurden auch viele Kulturgüter vernichtet und verschleudert. 

Den touristischen Ruf der Herreninsel hatte im 19. Jahrhundert der «Märchenkönig» Ludwig II. geschaffen (natürlich unbewusst), und so strömen die meisten Besucher, wenn sie das Schiff verlassen, dem Königsschloss zu - oft ohne zu wissen oder zu beachten, dass in dem alten Kloster bayerische und deutsche Geschichte geschrieben wurde. So beim Verfassungskonvent im August 1948, als Politiker, Wissenschaftler und Beamte aus den Regionen der amerikanischen, französischen und britischen Besatzungszonen hier im alten Kloster zusammenkamen, um das Grundgerüst für das spätere Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland auszuarbeiten. Dabei machte Herr Buchberger deutlich, dass die Vertreter Bayerns als Gastgeber ganz großen Wert auf eine föderalistische Struktur legten, was ihnen zum großen Teil auch gelungen ist. Herr Buchberger verstand es geschickt, die Hintergründe und juristischen Feinheiten zu erklären, so dass wir mit vielen Informationen versehen und gestärkt am Nachmittag die Fahrt mit dem Schiff nach Prien-Stock antreten konnten. Dort genossen wir auf der Terrasse des Hotels Luitpold am See die inzwischen notwendige leibliche Stärkung, ehe wir mit dem Bus der Fa. Alpenland-Reisen wieder gut in Traunstein ankamen. 

So war es eine vollauf gelungene Exkursion, die in vielen die Absicht geweckt bzw. gestärkt haben mochte, diesen historisch und kulturell wichtigsten Teil der Herreninsel bei einem erneuten Besuch des Museums zu vertiefen. Schließlich befanden wir uns an einem Ort, der für die Geschichte Bayerns und Deutschlands große Bedeutung hatte. 

Hans Helmberger

Alle Bilder  siehe  ->Galerie - Exkursionen - Exkursion Herrenchiemsee 2018

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Das neue Buch zur Stadtgeschichte
Buchvorstellung von Franz Haselbeck am 15.07.2019

Traunstein ohne Salz? Unter diesem bewusst mit einem Fragezeichen versehenen Titel gehen neun Traunsteiner Autoren der Geschichte des Salzhandels in Traunstein und der Salzproduktion in der benachbarten Saline Au nach. Dem Leser werden dabei verschiedenste Aspekte der Verbindung des „Weißen Goldes“ mit der Geschichte der Stadt Traunstein vor Augen geführt. Und er soll sich dabei stets die Frage stellen.

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Das Buch ist im Traunsteiner Buchhandel, im Stadtarchiv sowie bei den Theatervorstellungen „Spitzunudel und die nasse Dirn“ zu erwerben.
Der Verkaufspreis ist 19,80 € – er wurde bewusst niedrig gehalten.

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Traunsteiner Stadtgeschichte

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Der Autor hat anhand zahlreicher Plakate des 19. und 20. Jahrhunderts Ereignisse der neueren Traunsteiner Geschichte dargestellt und diese mit interessanten Bildern und Texten angereichert. Das 272-seitige Buch im Format DIN A4 gibt es im Buchhandel, im Verlag «Traunsteiner Tagblatt» sowie im Stadtarchiv direkt beim Autor. Greifen Sie zu, solange das Angebot steht!

 

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