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Historischer Verein vergibt Max-Fürst-Jugendpreis 2018

Von der Politik in der Stadt bis zu den Bräuchen in der Region 

Schüler befassten sich mit einer Reihe von Themen aus der Heimatgeschichte – Willi Schwenkmeier würdigt Leistungen 

Die einen befassten sich mit dem politischen Neubeginn in Traunstein nach 1945, der Presse nach dem Zweiten Weltkrieg und mit Bräuchen im Chiemgau. Die anderen setzten sich mit der Entstehung und Verlandung des Chiemsees sowie mit der „Politik im Kinderzimmer“ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinander. Sie alle sind Schüler – und sie alle haben für ihre Arbeiten den Max-Fürst-Jugendpreis bekommen.

Jahr für Jahr ehrt der Historische Verein für den Chiemgau zu Traunstein nicht nur einen Erwachsenen, der sich besondere Verdienste um die Heimatgeschichte und -pflege erworben hat. Heuer erhielt Franz Huber, der Ortsheimatpfleger von Kirchanschöring, die Auszeichnung (wir berichteten). Jedesmal würdigt der Verein auch Leistungen von Jugendlichen. Und so vergab er diesmal fünf Anerkennungs- und zwei Haupt- oder Förderpreise. Mit ihrer Übergabe sind, unterstützt vom Landrat, Geld- und Sachpreise verbunden. 

Die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber sagte, dass die Schüler „viel Zeit, viel Mühe und viel Herz“ in ihre Arbeiten gelegt hätten. Schmidhuber ermunterte die Jugendlichen, „die Lust und die Neugierde an der Heimat“ zu bewahren. 

„Geschichtsbetrachtung zerfällt in verschiedene Segmentierungsprozesse, das heißt es gibt das große Ganze und einzelne Unterordnungen, die mittlerweile für dieses Gesamtbild als höchst wesentlich betrachtet werden“, sagte Willi Schwenkmeier, Vorstandsmitglied des Historischen Vereins, in seiner Würdigung der Max-Fürst-Jugendpreisträger. „Beispiele gibt es unzählige, die Geschichte des Essens oder des Sports, der Mode, des Films oder des Alpinismus.“ Diese Spezialdisziplinen haben laut Schwenkmeier eine „enorme Popularität erhalten“. Ein wesentliches Segment „kann die Geschichte der Heimat sein, mehr sogar: sie muss es sein, will man historische Kontexte verstehen, die mit unserer unmittelbaren Umgebung verwurzelt sind“. 

Es gehe nicht mehr um die Darstellung allein der „schlichten Ereignis- oder Politikgeschichte“, erforderlich sei, die Ereignisse in der Heimat einzuordnen, zu verstehen und zu beurteilen. „Um die sogenannte große Geschichte zu verstehen und nicht von ihr abgeschreckt zu werden, kann gerade das Beschäftigen mit der Heimatgeschichte einen höchst wesentlichen Beitrag leisten.“ So reiche es zum Beispiel nicht aus, zu wissen, dass es die Hitlerjugend und den Bund Deutscher Mädel (BDM) gegeben habe. Zu stellen seien vielmehr weiterführende Fragen. Schwenkmeier: „Welche Folgen hatten diese Maßnahmen? Was wäre gewesen, wenn ich als junger Schüler dieser Region in dieser Zeit gelebt hätte?“

Schwenkmeier würdigte die Leistungen der Schüler. Er sprach von „beeindruckenden Arbeiten“, von „ausgezeichneten Bildern“ und „sehr anschaulichen Darstellungen“, er lobte den „wissenschaftlichen Umgang mit den gegebenen Faktoren“, er brachte „sein Hochachtung zum Ausdruck“, er zollte den Schülern „allerhöchsten Respekt“. 


Jeweils einen Hauptpreis erhielten:
 

  • Maximilian Tiling aus Bergen, Schüler am Annette-Kolb-Gymnasium (AKG) in Traunstein, für die Bearbeitung des Themas „Entstehung und Verlandung des Chiemsees“ und das 
  • P-Seminar Geschichte am AKG für die Konzeption der Ausstellung „Politik im Kinderzimmer 1900 – 1950“.


Anerkennungspreise gingen an:

  • Katharina Müller, Taching, Schülerin am Chiemgau-Gymnasium (ChG) Traunstein, für die Bearbeitung des Themas „Der politische Neubeginn in Traunstein nach 1945, 
  • Ramona Hager, Schneizlreuth, ChG, „Die Presse nach 1945“, 
  • Katharina Hammerl, Achental-Realschule, Marquartstein, „Brauchtum im Chiemgau: Perchten und Krampusse“, 
  • Julia Meinecke, Achental-Realschule, „Brauchtum im Chiemgau: Trachtenverein“ und an 
  • Veronika Brandstetter, Achental-Realschule, „Brauchtum im Chiemgau: Entwicklung des Chiemgau-Alpenverbandes“. 

Gernot Pültz(Chiemgau Zeitung) 

Einen Hauptpreis erhielt das P-Seminar Geschichte am Annette-Kolb-Gymnasium, geleitet von Lehrer Dieter Grosch (Zweiter von links), für die Konzeption der Ausstellung „Politik im Kinderzimmer 1900 – 1950“. Stellvertretend für das ganze Seminar nahmen den Preis entgegen: Julia Edfelder, Luzia van de Pas, Sina Spiegelsberger, Severin Weiß und Franziska Edfelder (Dritte bis Siebte von links). Ihnen gratulierten stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber und Hans Helmberger, der Vorsitzende des Historischen Vereins für den Chiemgau zu Traunstein.
(Foto: Gernot Pültz)

Ebenfalls ein Hauptpreis ging an Maximilian Tiling vom Annette-Kolb-Gymnasium. Der Schüler bearbeitete das Thema „Entstehung und Verlandung des Chiemsees“.
(Foto: Gernot Pültz)

Weitere Bilder zum Max-Fürst-Jugend-Preis 2018 finden Sie in unserer Galerie.

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